Bericht vom Schulausschuss vom 20.02.2018

 

In der Einwohnerfragestunde kam die Frage nach dem Raumluftgutachten der Kleinen See Schule auf. Die pauschale Antwort des Bürgermeisters, es wurde untersucht und es besteht keine Gefahr, wollte ich nicht so stehen lassen und fragte nach, welche Räume untersucht wurden und ob inzwischen der Ursprungsort der erhöhten Naphthalin und Ethylhexanol Werte bekannt wären? Als der Bürgermeister meinte, dass nur die betroffenen Räumen nochmal untersucht wurden, wollte ich wissen, warum nicht die anderen auch untersucht werden? Anstatt inhaltlich zu antworten, versuchte Herr Behnk nur auf seiner Glaubwürdigkeit zu pochen und zu provozieren. Wir, die freien Wähler Eutin, treten dafür ein, dass die Verwaltung die Nöten und Ängste der Bürger Ernst nimmt und endlich auch anfängt, Transparenz zu zeigen! Jegliche Gefährdung der Lehrer und Schüler der Schule muss ausgeschlossen werden können!

Das erste Raumluftgutachten hat für das damalige Sekretariat und Lehrerzimmer einen Wert von 170 Microgramm pro Kubikmeter bei Ethylhexanol ergeben, der Richtwert liegt bei 100. Beim Naphthalin hatte das Sekretariat 60 ergeben, das Lehrerzimmer „nur“ 26 und lag damit knapp unter dem Richtwert von 30! Deswegen wurden das Sekretariat mit TVOC 3 und das Lehrerzimmer mit TVOC 2 eingestuft. Das Sekretariat war damit dauerhaft nicht mehr nutzbar, auch im Lehrerzimmer darf sich nicht dauerhaft aufgehalten werden und es soll regelmäßig gelüftet werden!

Aus dem Sekretariat wurden vier Materialproben genommen, aber führten zu keinem Ergebnis, so dass die Ursache nicht bekannt ist und eine weitere Untersuchung angeraten wurde.

Wir werden natürlich auch Einsicht in das neue Raumluftgutachten nehmen und die Bevölkerung über das Ergebnis genau unterrichten!

 

Olaf Bentke, 23.02.2018

 

Nachtrag vom 08.04.2018

 

Kurz nach der Ausschusssitzung gab es eine Pressemitteilung der Stadt Eutin. In dieser steht „Bei beiden Messungen wurden im Verwaltungstrakt leicht erhöhte Werte im Bereich Naphthalin festgestellt.“ Inzwischen habe ich Einsicht in das Raumluftgutachten genommen und dort steht für das ehemalige Sekretariat ein Wert von 94,2 µ/m³ bei biozyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen ( dazu gehört auch der Naphthalin Wert von 73,6 ). Damit wird der höhere Richtwert II um das dreifache überschritten. Was daran „leicht erhöht“ sein soll, wird ein Geheimnis der Verwaltung bleiben.

Im Gutachten wird die Vermutung angestellt, dass auf Grund des Ferienbetriebes keine ausreichende Lüftung statt fand und deswegen die Werte erhöht sind. Allerdings trifft das nicht auf das Lehrerzimmer zu, dort wurde beim zweiten Mal ein niedriger Wert gemessen!

Im Gutachten steht auch folgendes: „ Aufgrund der vorliegenden Messergebnisse kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit bei längerem Aufenthalt über einen längeren Zeitraum im Besprechungsraum (ehemalige Sekretariat, Anm. des Schreibers), im Lehrerzimmer der Gustav-Peters-Schule, im Zimmer des Hausmeisters sowie im Sekretariat nicht ausgeschlossen werden.“ Empfohlen wird die Nutzung des Besprechungsraumes auf ein Minimum zu reduzieren! Alle 4 Räume könnten weiterhin genutzt werden, wenn diese im Winter 5 Minuten und im Sommer 10 Minuten jede Stunde gelüftet werden. Nach zwei bis drei Tagen konsequenter Lüftung sollte dann noch eine weitere Untersuchung durch geführt werden! Nur wenn dann der Wert unter dem Richtwert I sinkt, sollte weiterhin diese Maßnahme dauerhaft durch geführt werden. Was gemacht werden soll, wenn der Wert nicht weiter sinkt, steht dort nicht drin. Ist das der Grund, warum diese empfohlene weitere Messung bis jetzt nicht durchgeführt wurde?

 

Sitzung vom 22.11.2017

 

der Schulausschuss beschloss den Neubau einer Grundschule mit 1,5 Feld Halle am kleinen See ohne überhaupt die Kosten zu kennen! Auf dem ersten Blick ein Erfolg für die Eltern der Kleinen See Schule, die sich für einen Neubau mit Halle und gegen eine Ansiedlung der Wilhelm-Wisser Schule an diesem Platz aussprachen. Nur wurden dabei viele Punkte nicht bedacht: Der Neubau soll nach dem erfolgten Umzug der 5. und 6. Klasse der Wilhelm-Wisser Schule erfolgen. Dieser kann aber erst dann stattfinden, wenn die Räumlichkeiten an der Schule am Berg dafür geschaffen werden. Die Schule benötigt neben Klassenräumen für diese beiden Klassen auch noch naturwissenschaftliche Räume, eine OGS, eine Mensa, eine Aula und Bücherei. Dazu kommt noch eine Erweiterung des Schulhofes, ob das alles dahin passt, ist die eine Frage. Die zweite Frage ist, was das kostet. Alles ist noch nicht bekannt! Aber bevor das gebaut wird, muss erst die 3 Feld Halle am Güterbahnhof erstellt werden. Das Bodengutachten sieht den Baugrund dort kritisch. Wenn man dennoch dort baut, ist mit hohen Kosten zu Rechnen. Bis der Neubau einer Grundschule am Kleinen See beginnen kann, müssen erst die anderen Projekte fertig gestellt werden. Da werden viele Jahre ins Land gehen und die Kinder der Eltern, die sich für einen separaten Neubau aussprachen, gehen dann nicht mehr auf diese Schule. Mit einer Zusammenlegung zur Wilhelm-Wisser Schule wären die ersten beiden Projekte entfallen und die jetzigen Erst- und Zweitklässler hätten jedenfalls noch die neue Schule erleben dürfen.

Ob das Geld überhaupt noch für den Neubau der Grundschule nach dem teuren Bau einer Sporthalle am Güterbahnhof und dem Umbau der Wilhelm-Wisser Schule da ist, steht in den Sternen. Aber die Grünen, CDU und FDP blenden gerne die schiefe Haushaltslage aus, denn schließlich haben sie es geschafft innerhalb von 4 Jahren die Schulden Eutins zu verdoppeln. Zur Zeit liegen die Kassenkredite und Verbindlichkeiten allein bei fast 50 Mio., dazu haben die Eigenbetriebe und Gesellschaften der Stadt auch noch einige Millionen an Schulden angehäuft.

Deswegen sprachen sich die Freie Wähler gegen einen alleinigen Neubau aus und sind für einen gemeinsamen Neubau beider Schulen und einer Sporthalle am kleinen See. (siehe Artikel über Schulzentrum)

Nebenbei wurde auch der Antrag aus der Einwohnerversammlung, der eine Prüfung eines Neubaus der Wilhelm-Wisser Schule und Grundschule inklusiver Sporthalle am Standort Kleinen See statt der Sporthalle am Güterbahnhof vorsieht, von CDU, FDP und Grünen abgelehnt. Diese Parteien scheinen zu glauben, dass sie besser als die Bürger wissen, was gut für ganz Eutin ist. Da kann man nur hoffen, dass bei der Kommunalwahl im Mai die Wähler für die freien Wähler Eutin stimmen, die wirklich das Bürgerinteresse in den Mittelpunkt stellen.

 

Olaf Bentke, 22.11.2017

 

Sitzung vom 19.09.2017

 

In dieser Sitzung stellte Herr Tech ganz genau die Pläne für einen Schulneubau am Kleinen See als Ersatz für die Schule am Kleinen See und Wilhelm-Wisser-Schule. Die CDU, Grünen und FDP lehnten den Antrag ab. Die Grünen und FDP begründeten es damit, dass sie den Neubau der Drei-Feld Halle am alten Güterbahnhof nicht gefährden wollen. Nach deren Meinung baut man also erst eine neue Sporthalle für die Schulen und dann prüft man, ob die Schulen noch an ihrem Standort stehen bleiben und die Halle weiterhin benutzen können! Das ist nur noch erschreckend!

Dank der Bürgerversammlung haben wir die Prüfung eines Neubaus nochmal auf die Tagesordnung gesetzt. Die Hoffnung bleibt, dass sich hier die Vernunft einsetzt. Auch wenn Frau Obiray von den Grünen Herrn Tech bei der nächsten Stadtvertretersitzung dafür stark kritisierte und Herr Dankert von der FDP auf der Bürgerversammlung fast als einziger (drei Gegenstimmen bei unzähligen Befürwortern) dagegen stimmte!

Der nächste Termin für das

"Bürgerforum"

wird hier zeitnah bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

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