Abstimmung Vorentwurf

Sigrid Jürß 03.02.2018

 

Bürgermeister Behnk legt dem Stadtentwicklungsausschuss am 01.02.2018 eine vorläufige Änderung des Bebauungsplans Nr. 73 für einen Hotelbau zur Abstimmung vor.

Mit dem vorgelegten Plan wird seitens der Verwaltung ein dreiteiliges Hotelgebäude mit folgenden Maßen zur Abstimmung gestellt:

 

  • linker Gebäudeteil 19m hoch mit 5 Vollgeschossen,
  • Mittelteil 5m hoch 1- geschossig,
  • rechter Gebäudeteil 16m hoch mit 4 Vollgeschossen.
  • Länge des Gesamtgebäudes Seeseite ca. 75m.
  • 90% desGrundstücks werden überbaut.
  • Tiefgarage.

 

Zum Vergleich: Das Nachbargebäude Bleekergang 2a hat eine Höhe von 12,5m mit 3 Voll -und 1 Staffelgeschoss.

Das geplante Hotelgebäude hat einen Abstand von weniger als 50m zum Seeufer.

Mindestens 13 auf dem Grundstück stehende Bäume müssten gefällt werden.

Hier stellt sich die Frage, warum der Bürgermeister eine Maximalplanung von einem Hotelbau vorlegt, obwohl er in öffentlichen Statements immer versicherte, keinen Hotelklotz zu wollen.

 

Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt mit 7 zu 4 Stimmen ein geplantes Hotel mit folgenden geänderten Maßen:

  • rechter Gebäudeteil 14,5m hoch voraussichtlich 4-geschossig,
  • Mittelteil 8m hoch, 1- 2 geschossig
  • rechter Gebäudeteil 11,5m hoch voraussichtlich 3-geschossig


Der vom Ausschuss genehmigte Vorentwurf zum Bebauungsplan und seine Begründung enthalten keine Aussagen zu PKW – und Busstellplätzen, Möglichkeiten der Anliefer-LKW usw. Platz auf dem Grundstück ist dafür nicht vorhanden.
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Der vorgelegte B-Plan erscheint in wesentlichen Punkten nicht eindeutig, da er unterschiedliche Interpretationen seitens der Planungsfirma + des Architekten Malte Tech (Fraktionsvorsitzender FWE) zulässt.
Trotzdem wurde über ihn nach sehr kurzer Zeit im Ausschuss abgestimmt. Eine öffentliche Meinungsbildung der Parteien fand nicht statt.

Der Bürgermeister erklärte mir gegenüber, dass die Stadt beabsichtige, einen Investorenwettbewerb auszuschreiben.

 

Vor dem Bürgerentscheid „Erhalt Haus des Gastes“ versicherte Herr Behnk, er wolle an diesem Standort ein Inklusionshotel. Dies wurde mit dem Anhandgabevertrag für „Die Ostholsteiner“ auch untermauert. Wieso jetzt doch eine Ausschreibung?

 

CDU, SPD, FDP und Stadtvertretung beteuerten ebenfalls vor dem Bürgerentscheid, sie wollten lediglich ein kleines Hotel an der Stadtbucht. Die Grünen konkretisierten dies sogar nach den Vorstellungen ihres Parteifreundes Herrn Sohns von „Die Ostholsteiner“ dahingehend, dass es lediglich ein kleines, massvolles, 3-geschossiges Hotel ohne Tiefgarage geben solle.

 

Diesen Aussage widersprechen vehement und eindeutig die Ja-Stimmen von CDU, Grünen und 2 SPD-Vertretern. Von den Aussagen des Bürgermeisters ganz zu schweigen.

Der nächste Termin für das

"Bürgerforum"

wird hier zeitnah bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

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